18 201

18 201 wurde aus der vor dem 2. Weltkrieg gebauten und im Gebiet der Deutschen Reichsbahn verblie-
benen Stromlinien-Tenderlok 61 002 umgebaut, um eine schnellfahrende Lokomotive für die Erprobung
neuer Reisezugwagen bei der Versuchsanstalt Halle zur Verfügung zu haben. So wurde ab 1959 im Raw
Meiningen unter Verwendung der drei Kuppelradsätze mit Treib- und Kuppelstangen, des vorderen Dreh-
gestells und der Steuerungträger der 61 002 das Unikat 18 201 als Schlepptenderlokomotive der Gattung
2´C1´ h3 aufgebaut. Von zwei abgestellten Güterzugloks stammte das hintere Gestell mit der Bissel-
Laufachse und zugehörigem Rahmenteil mit den außenliegenden Zylindern sowie der Tender. Das
Führerhaus und der Mittelzylinder wurden neu gebaut, der vollständig geschweißte Verbrennungskammer-
Kessel entspricht der bei anderen DR-Rekolokomotiven verwendeten Bauart. Neben der besonderen Form
der Rauchkammertür und der durchgehenden Domverkleidung des Kessels sind die schürzenartige Teil-
verkleidung und die ursprünglich grüne Farbgebung besondere Charakteristika der Lok.
   
Die 1967 auf Ölhauptfeuerung umgebaute und später in 02 0201-0 umgezeichnete Maschine wurde, nach-
dem sie nicht mehr für Schnellfahrversuche benötigt wurde, vom Bw Halle für Sonderfahrten eingesetzt.
Die mit einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h schnellste betriebsfähige Dampflokomotive befindet
sich im Besitz der "Dampf-Plus GmbH" und ist im Bahnbetriebswerk Nossen hinterstellt.
   
Die Leistung beträgt 1590 PS, der Kesselüberdruck 16 bar, die Höchstgeschwindigkeit 180 km/h,
die Länge über Puffer 25,145 m, der vordere und hintere Laufraddurchmesser 1,1 bzw. 1,25 m.
Der Tender der Bauart 2´2´ T 34 besitzt einen Wasservorrat von 34 m3 und einen Heizölvorrat
von 13,5 m3; das Gewicht der dienstbereiten Lok ohne Tender beträgt 113,6 t.
   
Im Mai 1996 war 18 201 noch in grüner Lackierung in Dresden zu sehen
   
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Im Juni 2002 wurde 18 201 in Nürnberg angetroffen
   
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Diese Bilder entstanden bei einer Fahrt über die Schwarzwald- und Gäubahn im Oktober 2002
   
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Am 30. November 2002 war 18 201 zusammen mit 50 3539 rund um Stuttgart unterwegs
   
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Im April 2003 war 18 201 auf der Gäubahn unterwegs
   
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